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Ralf König, Bullenklöten! Dicke Dödel 1

€15,00

Jubiläumsausgabe / Hardcover
[9783863001247]

Ein etwas derberer Comic von Ralf König. Nach seinen großen Erfolgen mit 'Der bewegte Mann' und 'Pretty Baby' wollte Ralf König auch mal wieder etwas 'richtig Schwules' zeichnen - ohne Angebote an ein heterosexuelles Publikum oder gar Rücksichtnahmen. So war es auch logisch, daß er mit dem Ergebnis - nach seinen Anfängen im Verlag rosa Winkel - jetzt wieder zu einem schwulen Verlag ging. Die Erwartung, 'Bullenklöten' würde aber nun auch wirklich nur von einem schwulen Publikum gelesen, erfüllte sich nicht. MännerschwarmSkript verkaufte bislang um die 100.000 Exemplare. Bullenklöten' erzählt eine Geschichte aus dem Leben von Konrad und Paul: Konrad umgarnt einen Klavierschüler, Paul ist dagegen unsterblich in den spanischen Bauarbeiter Ramon verliebt. Der ist allerdings hetero! Ein paar drastische Szenen lockten dann die Sittenschützer und Moralapostel auf den Plan. 'Bullenklöten' überstand ein Verfahren bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften jedoch mit Bravour, wurde von der Vorsitzenden und der Presse ausführlich gelobt und der Verlag muß nun regelmäßig nachdrucken lassen. Das Urteil eines Experten:'Wenn Lektüre ein erotischer Akt zwischen Autor und Lesenden ist, dann hat sie hier echte sadomasochistische Qualität. Ralf König ist der Aktive, der führende Part. Die Lesenden sind die Passiven, sie sind seiner Zeitstrukturierung mit allen Schwebungen und Noch nichts und Vielleicht dochs hingebungsvoll ausgeliefert. Erstaunlich: Je mehr man in die Details des von der Comicfigur selbst verschuldeten Leids eingeweiht wird, desto weniger verurteilt man sie. Man lacht auch nicht wirklich über sie, man leidet ein wenig mit und lacht, weil man an das gute Ende glaubt.'(Elmar Klages in 'Mal mir mal nen Schwulen').

"Ich nix machen mit Männer!" Die Geschichte von Pauls Jagd auf Ramon und Konrads zartem Werben um einen Klavierschüler ist einer der berühmtesten Comics von Ralf König. Mehr als hunderttausend Exemplare wurden in den letzten zwanzig Jahren verkauft, auch wenn das bayrische Landesjugendamt es lieber hätte verbieten lassen. Damals schrieb die FAZ: "Die Entscheidung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften liest sich wie eine Kaufempfehlung." "Bullenklöten" ist inzwischen ein echter Klassiker und zudem das erste Buch, das in unserem Verlag erschienen ist. Zu seinem (und unserem) zwanzigsten Geburtstag haben wir ihm deshalb ein schönes neues Outfit verpasst. In der Wirklichkeit ist Ramon jetzt vielleicht ein dicker frustrierter Familienvater - hier ist er so schön und stark wie eh und je! Pressestimmen zur Erstausgabe Wenn Lektüre ein erotischer Akt zwischen Autor und Lesenden ist, dann hat sie hier echte sadomasochistische Qualität. Ralf König ist der Aktive, der führende Part. Die Lesenden sind die Passiven, sie sind seiner Zeitstrukturierung mit allen Schwebungen und Noch nichts und Vielleicht dochs hingebungsvoll ausgeliefert. Erstaunlich: Je mehr man in die Details des von der Comicfigur selbst verschuldeten Leids eingeweiht wird, desto weniger verurteilt man sie. Man lacht auch nicht wirklich über sie, man leidet ein wenig mit und lacht, weil man an das gute Ende glaubt. Elmar Klages in "Mal mir mal nen Schwulen"

"Bullenklöten" jugendgefährdend - zum Verfahren vor der Bundesprüfstelle Mit Datum vom 13.01.1994 beantragte das Bayerische Landesjugendamt, den Comic "Bullenklöten" auf die Liste der jugendgefährdenden Schriften zu setzen, weil er "geeignet ist, Kinder und Jugendliche sozialethisch zu desorientieren", obwohl das Amt auch einräumen muß, daß das Büchlein "amüsant und aufschlußreich dargestellte Situationen" enthält. Im Juli verhandelte dann die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften den Fall. Hier zunächst aus der Entscheidung der Bundesprüfstelle - und dann ein Blick in die Pressemappe: Entscheidung zur Nichtindizierung des Comic-Buches "Dicke Dödel 1: Bullenklöten" Entscheidung Nr. 4512 vom 06.07.1995 Sachverhalt Das Comic-Buch "Dicke Dödel 1: Bullenklöten" von Ralf König wird vertrieben von der Buchladen Männerschwarm GmbH, Hamburg. Das Comic-Buch hat einen Umfang von ca. 140 Seiten und kostet 19,80 DM. Der Verfasser Ralf König erzählt die Geschichte von Paul und Konrad, einem homosexuellen Paar, die sich beide kurzfristig anderweitig verlieben. Paul schwärmt für den Bauarbeiter Ramon, während Konrad sich in seinen 17jährigen Klavierschüler Matthias verliebt. Nach etlichen Verwicklungen finden beide wieder zueinander. Der Antragsteller, das Bayerische Landesjugendamt, beantragt die Indizierung, weil der Inhalt des Buches geeignet sei, Kinder und Jugendliche sozialethisch zu desorientieren. Zur Begründung führt der Antragsteller unter anderem aus: "Durch die kindernahe Darstellungsform als Comic muß jedoch davon ausgegangen werden, daß Kinder (und auch Jugendliche) von den witzig karikierten Typen in den Bann geschlagen werden. Dabei werden bereits auf der ersten Seite der Geschichte (S. 7) drastische Sexualvokabeln benutzt. In offener Darstellung mit Masturbationssequenzen und zotigen Alltagsdialogen wird eine auf Sexualgenuß zentrierte Gedankenwelt nachdrücklich präsentiert. "In eine Möse zu ficken ist wirklich ein geiles Gefühl! Das ist etwas anderes als ein Arsch..." (S. 9). In den Dialogen erscheinen wiederholt die unterschiedlichen Perspektiven von Heterosexuellen und Homosexuellen. "Ich werd ihm den dicken Schwanz lutschen und seine Eier lecken! Jawohl! Ich werd ihm einen blasen, wie ihm noch nie eine Quarktasche einen geblasen hat!" (S. 54). Auf den Seiten 61 bis 64 wird der Versuch vorgenommen, Homosexualität von Minderjährigen als selbstverständlich zu qualifizieren. "Ich meine... die sind nicht mal volljährig und ficken wahrscheinlich problemlos wie die Karnickel und ich bin 34 und bilde mir ein, meinen Musikschüler verführen zu können..." (S. 64). Dabei werden wiederholt diskriminierende Äußerungen gegen Heterosexualität vorgebracht. "Was hast Du auch so lange in Mösen rumgestochert?" (S. 64). "Geil, Votz. Macht mit jedem. Ich sie in ihr Auto gefickt... hier draußen auf Parkplatz... Geil, Votz." (S. 66) Derartige Dialoge wiederholen sich auf den folgenden Seiten. Die Präsenz der zeichnerischen Darstellung kumuliert auf den Seiten 76, 84, 101 ff.,116 ff.,130 ff. zu eindeutiger ausführlicher Pornographie. Diese kann für Kinder und zartbesaitete Jugendliche zu Verstörung oder/und Desorientierung führen, da sie sich weit von den sanften Formen jugendlicher Sexualität entfernt. Dies ist besonders dort relevant, wo Ausprägungen von Gewalt mit Sexualität vermischt werden. Dies ist auf den Seiten 105,117 und 199 ff. der Fall. Die Präsentation homosexueller Handlungen unter Minderjährigen, promisker Sexualerziehung (S. 77 ff.), Analverkehr (S.132) und auch die Steigerung des Genusses durch Drogen (S. 125) muß im Sinne des Kinder- und Jugendschutzes von den Jüngeren der Gesellschaft ferngehalten werden. Aufgrund einer der Pop-Art nahen Darstellungsform und der comic-haften Verfremdung ist der Kunstvorbehalt in die Überlegungen mit einzubeziehen. Nach hier vorliegender Auffassung hat dieser aber zurückzustehen, da in Häufigkeit und Intensität allzu intensiv auf die nicht oder wenig geschädigte sexuelle Identität von Kindern und Jugendlichen verstörend eingewirkt wird." Die Verfahrensbeteiligte wurde form- und fristgerecht davon benachrichtigt, daß über den Antrag in der Sitzung vom 06.07.1995 entschieden werden soll. Sie beantragt die Ablehnung des Indizierungsantrages. Zur Begründung verweist der Verfahrensbevollmächtigte der Verfahrensbeteiligten insbesondere auf den Kunstvorbehalt. Er ist der Auffassung, daß in Anlehnung an die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu dem Buch "Josefine Mutzenbacher" auch hier der Kunstvorbehalt in besonderem Maße zum Tragen komme. Die Tatsache, daß es sich hier um ein Comic-Buch handele könne der Annahme des Kunstvorbehaites nicht entgegenstehen. Darüber hinaus ist er der Auffassung, daß das Comic-Buch nicht geeignet sei, Kinder und Jugendliche sozialethisch zu desorientieren. Zum einen sei es nicht kindgerecht wie übliche Comics so z.B. die der Asterix-Reihen, der Walt Disney Comics und andere. Die Zeichnungen seien überwiegend klein und häufig dunkelgrau bis schwarz. Die fehlende Farbe, die fehlende Action, die fehlenden für ein Kindercomic typischen übertriebenen irrealistischen Pseudo-Gewalt-Szenen führten dazu, daß Kinder diesen Comic weder kaufen noch lesen werden. Auch schließe die Art und Weise der Darstellung aus, daß Kinder die dargestellten Verhaltensweisen Erwachsener als positiv und/oder erstrebenswert ansehen könnten. Darüber hinaus sei der Comic weder pornographisch noch beinhalte er eine Mischung aus Sex und Gewalt. Wegen der weiteren Einzelheiten des Sach- und Streitstandes wird auf den Inhalt der Prüfakte und den des Comic-Buches, die Gegenstand des Verfahrens waren, Bezug genommen. Gründe Das Comic-Buch "Dicke Dödel 1: Bullenklöten" von Ralf König, Buchladen Männerschwarm GmbH, Hamburg, wird nicht in die Liste der jugendgefährdenden Schriften aufgenommen . Das Buch ist Kunst im Sinne des Art. 5 Grundgesetz, Paragraph 1 Abs. 2 Nr. 2 GjS. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts vom 27.11.1990 ist Kunst das Ergebnis freier schöpferischer Gestaltung, in der Eindrücke, Erfahrungen und Phantasien des Künstlers zu unmittelbarer Anschauung gebracht werden. Nach dieser Rechtsprechung ist das vorliegende Werk unzweifelhaft als Kunst einzustufen. In exzellenter Zeichnung pointiert der Künstler Alltagssituationen aus dem Homosexuellen-Milieu. Seine, wie es in den einschlägigen Kritiken heißt, "Knollenmännchen" zeichnen sich durch ihre jeweiligen Charaktere aus. Es ist auf der einen Seite der feingeistige Konrad und auf der anderen Seite der eher sexbessene Paul, die, nachdem sie sich jeweils in einen anderen Partner verliebt haben, wieder zueinander finden. Dabei macht der Künstler auf auch heutzutage immer wieder vorzufindende Vorurteile gegenüber Homosexuellen aufmerksam. Gerade Konrad, der sich Gewissensbisse darüber macht, daß er sich in den 17jährigen Klavierschüler Matthias verliebt hat, wird vorgeworfen, einen fünfjährigen Jungen sexuell mißbraucht zu haben. Er wird von dem Vater des Jungen brutal mißhandelt, ohne daß dieser sich eine Minute lang die Mühe macht, die Vorgänge aufzuklären. Das Comic-Buch enthält viele Varianten menschlichen Lebens, die alle durch selbstironische Überzeichnung Einfühlungsvermögen in den homosexuellen Alltag vermitteln. Das 12er-Gremium verkennt nicht, daß es ihm durch die benannte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aufgegeben ist, zwischen Kunstschutz und Jugendschutz abzuwägen. Denn nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 27.11.1990 ist bei einem Werk nicht nur die künstlerische Aussage, sondern auch seine reale Wirkung zu berücksichtigen. Die Abwägung zwischen Kunstschutz und Jugendschutz hätte möglicherweise zugunsten des Jugendschutzes ausfallen können, wenn sich das 12er-Gremium der Auffassung des Antragstellers hätte anschließen können, daß es sich bei dem Buch um Pornographie handelt. Die Pornographie gilt nach dem Willen des Gesetzgebers als offensichtlich schwer jugendgefährdend. Das Gremium ist der Auffassung, daß es sich keineswegs um Pornographie handelt. Ein Tatbestandsmerkmal der Pornographie ist, daß das Medium unter Hintansetzen aller sonstigen menschlichen Bezüge sexuelle Vorgänge in grob aufdringlicher Weise in den Vordergrund rückt und seine objektive Gesamttendenz ausschließlich, oder überwiegend auf Aufreizung des Sexualtriebes abzielt. Demgegenüber lebt jedoch das Comic-Buch davon, daß es menschliche Bezüge insgesamt schildert, daß es Gefühlswelten in allen Schattierungen aufgreift und auch bestimmte Verhaltensweisen ironisierend konterkariert. Isoliert betrachtet sind sicherlich manche Zeichnungen so gestaltet, daß man sie als pornographisch bezeichnen könnte. Doch es ist bei einem Werk stets der Gesamteindruck zu berücksichtigen und dieser Gesamteindruck läßt die Beisitzer zu der Überzeugung gelangen, daß hier keine Pornographie vorliegt. Sofern Paul drastisch sexuelle Vorgänge beschreibt, hält ihm Konrad vor, daß er "alles durch die Pornobrille sehe". Konrad weist darauf hin, daß er entgegen der Aussagen Pauls nicht in Mösen herumgestochert habe, sondern Beziehungen zu Frauen gehabt habe. Diese Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen, beispielhaft wurde auf einige Textstellen verwiesen. Das 12er-Gremium verkennt nicht, daß einige Textstellen und auch Abbildungen in dem Buch als äußerst vulgär und drastisch zu bezeichnen sind. Es verweist in diesem Zusammenhang darauf, daß die Entscheidung zugunsten des Kunstschutzes nicht bedeutet, daß das Gremium das Buch für Kinder als geeignet ansieht. Die Entscheidung zwischen den Merkmalen Kunstschutz und Jugendschutz verlangt jedoch eine Abwägung, die auch dann zugunsten des Kunstschutzes ausfallen kann, wenn das Gremium zu der Meinung gelangt, daß Kinder dieses Buch nicht lesen sollten. In diesem Zusammenhang ist von Bedeutung, daß es sich schon dem äußeren Anschein nach nicht um ein Comic-Buch handelt, zu dem Kinder in erster Linie greifen werden. Jugendliche, so führt das 12er-Gremium weiter aus, werden zweifelsohne den Satirecharakter dieses Werkes erkennen. Satire ist dadurch gekennzeichnet, daß sie in überzeichnender, wenngleich auch manchmal geschmackloser Weise Dinge ins Clowneske verzerrt. Bei der Prüfung, ob die karikative oder satirische Form eine solche darstellt, ist zu berücksichtigen, daß es zum Wesen von Karikatur und Satire gehört, mit Mitteln zu arbeiten, die übertrieben und in grotesker oder verzerrender Weise pointieren und verfremden, weshalb hier ein größeres Maß an Gestaltungsfreiheit zugestanden werden muß (vgl. Schönke/ Schröder, Paragraph 185, Anm. 8a, Kommentar zum StGB). So wie eben Satire alles verfremdet oder überspitzt darstellt, so sind eben auch die Beziehungen zwischen Paul, Konrad, Ramon, Matthias usw. in grotesker Weise pointiert. Abschließend betont das 12er-Gremium der Bundesprüfstelle noch einmal, daß aufgrund der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 27.11.199 eine Abwägung zwischen Kunstschutz und Jugendschutz stattfinden muß. Hat der Kunstschutz den Vorrang, dann muß ein Werk ohne Vertriebsbeschränkungen auf dem Markt erscheinen können. Eine Entscheidung, ob es in die Hände von Kindern und Jugendlichen gelangen soll, obliegt dann ausschließlich den Eltern. aus: BPjS Aktuell, Amtliches Mitteilungsblatt der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Schriften, 3/95 S. 6-8.

Sprache: deutsch
136 Seiten

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